Meine Aufgabe war die Analyse, Kontrolle und Freigabe von Materialien und Ersatzteilen im Warenlager. Wenn Bedarf an Materialien von Werkstätten bestand, fragen die Werkstätten die Abteilung Supply Chain Support (PPSIM) an. Die PPSIM Abteilung bzw. ich als Praktikant musste nun prüfen, ob genug Bestand auf Lager vorhanden ist. Die Tätigkeit basiert auf dem SAP-System. Das SAP-System identifizierte Warenbestände, zahlreiche statistische Daten wurden ausgewertet und zur Hilfe für die Aufgabe zur Verfügung gestellt. Im Arbeitsalltag läuft jedoch nicht immer alles nach Plan oder wie mein Chef immer sagte "Wenn alles reibungslos laufen würde, hätten wir keine Arbeit mehr": Sonderfreigaben für spezielle Teile mussten erteilt werden, bei dringender Abholung mussten die Teile schnell an den Warenausgang, damit die Speditionsfirmen die Teile zügig an den Kunden ausliefern können. Solche Fälle beinhalten eine Absprache mit der Disposition-Abteilung, ständige Kommunikation und Informationsfluss per Telefon, E-mail und persönliche Absprache ist ein Muss. In den ruhigen Phasen gab es auch alternative Aufgaben wie Übersetzung und Zusammenstellung einer Präsentation.
Meine Beziehung zu Kollegen war sehr oberflächlich. Da die Aufgabe ständig ein Praktikant ausführt, wird diese nicht hoch angesehen. Ich habe mich soweit mit den Kollegen verstanden, sodass es keine großen Streitigkeit gab. Jeder erledigt seine Arbeit und interessierte sich eher weniger für den anderen. Der Arbeitsalltag war sehr monoton, sowie die Leute auch. Es bereitete mir viel Spaß mit den Kunden in Kontakt zu treten und diesen mit meiner Aufgabe zu helfen. Öfters gab es ein Lob von den Kunden, wenn ich denen helfen konnte.
Die Einführungsveranstaltung empfand ich als äußerst professionell. Das Personalmanagement Team hat uns freundlich empfangen und an einem runden Tisch wurden alle Einzelheiten besprochen und notwendige Information wurden den Praktikanten auf dem Weg gegeben. Auch die Werkskarte wurde an dem Tag herausgegeben. Da meine Aufgabe von Praktikanten erledigt wird, ist der zu ersetzende Praktikant auch derjenige, der dem neuen Praktikanten die Aufgabe erklärt. Ich habe mich mit dem Praktikanten super verstanden und die Aufgabe wurde klar und deutlich erläutert und erklärt. Während der Einarbeitungsphase konnte selbstverständlich auch die Praktikantenbetreuerin angefragt werden, eine Möglichkeit, die ich auch genutzt habe. Als ich den vorherigen Praktikant ersetzte, gab es kleine Missverständnisse mit der Praktikantenbetreuerin hinsichtlich der Aufgabenbearbeitungsprozesses, da diese von jedem auf seine eigene Art erledigt wird.
Mir hat es gut gefallen, dass ich meine Aufgabe selbstständig ausführen konnte. Die Aufgabe ist so gelegt, dass der Praktikant viel Verantwortung trägt, jedoch zugleich nichts dramatische ausrichten kann, wenn dieser ein Fehler macht. Die Aufgabe war zudem anspruchsvoll hinsichtlich der Auseinandersetzung mit den Ausnahmefällen - Nach der Anlernung-Phase im ersten Monat konnte man bereits selbstständig neue, kreative Wege finden, um Anfragen und Sonderfälle zu bearbeiten. Da das SAP-System die Grundlage für die Aufgabe bietet, habe ich sehr viel mit dem Programm gearbeitet und somit viel gelernt mit dem Programm umzugehen. Jeder der dieses Praktikum macht - sei es Anfänger oder Fortgeschrittener - wird definitiv vieles Neues über SAP lernen. Zum Praktikumsende war ich für die Schulung des neuen Praktikanten verantwortlich. Das war eine sehr angenehme Erfahrung. Bei dieser Tätigkeit versetzt man sich in die Rolle des Praktikantenbetreuers, sodass manches Vorgehen besser nachvollzogen werden kann. Nach den ersten zwei Monaten hatte ich den Anschein wenig gelernt zu haben. Während Aufgabenerklärung für den neuen Praktikanten fällt jedoch auf, dass ich vieles mitgenommen habe. Außerdem haben mir die Mahlzeiten in der Kantine der MAN meistens gut gefallen.
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